Politik

Politische Rahmenbedingungen können die Entwicklung von Technologie und deren Anwendung maßgebend beeinflussen. Das ist umso mehr der Fall in der Fischerei. Die wird in Europa durch die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) geregelt und so werden auch alle Fördermaßnahmen des EMFAF an der GFP orientiert.

Leider ist die EMFAF Förderung anhand der GFP veraltet. Mehrere Konzepte müssen überarbeitet werden, wie z.B.:

  • Kapazitätsgrenzen
  • Strukturelles Gleichgewicht
  • Fischerei als Teil der maritimen Wirtschaft

Näheres zu diesen Punkten wird auf der Seite Konzepte (das Wort „Konzepte“ dann mit der Konzepte Unterseite verlinken) erklärt. Diese zu ändern und der Fischerei zu gewähren, sich langfristig neu aufzustellen, dabei die Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit zu verbessern, ist Aufgabe der Politik. In Zeiten der geopolitischen Instabilität, Verlust der eigenen Nahrungsmittelproduktion und erhöhten Wettbewerb um Energie ist die Fischerei kein großer Player. Somit braucht es die Unterstützung und Zusammenarbeit der Politik. Nach Brexit, COVID-19 und zahlreichen Kriegen bedarf es kritischen Investitionen für die Transformation, die durch politische und gesetzliche Unsicherheiten nur schwer realisierbar sind.

Da Veränderungen zuallererst in Brüssel bei der Europäischen Kommission umgesetzt werden müssen, hat die EU die Energy Transition Partnership for Fisheries and Aquaculture (ETP) 2023 ins Leben gerufen. In 10 Arbeitsgruppen wurden hier aus Fischerei, Forschung, NGOs, Hafenbetreiber, Aquakultur und weiterverarbeitende Industrie Empfehlungen entwickelt. Mitte 2026 soll darauf basierend eine „Roadmap“ der ETP entstehen. Diese kann ähnlich wie die Zukunftskommission Fischerei (ZKF) eine Leitlinie darstellen, wie Regeln, Gesetze und Fördermaßnahmen für die Transformation angepasst werden.