Dieselmotoren sind die konventionellen Antriebe in der Schifffahrt. Sie wandeln die chemische Energie von Diesel in mechanische Energie um, die über den Propeller das Schiff antreibt.
Funktionsweise konventioneller Dieselantriebe
- Luft wird angesaugt und stark komprimiert, wodurch sie sich erhitzt
- Diesel wird in den Brennraum eingespritzt und entzündet sich durch die hohe Temperatur der Luft
- Die Verbrennung treibt die Kolben an; über die Kurbelwelle wird die Energie auf den Propeller übertragen
- Kontinuierliche Zufuhr von Diesel und Sauerstoff erforderlich
- Abgase enthalten CO₂, NOₓ und Schwefelverbindungen
Nutzung alternativer Kraftstoffe
- Methanol, LNG, LPG, Ammoniak und Wasserstoff können in modifizierten Dieselmotoren eingesetzt werden
- Technische Anpassungen erforderlich:
- Einspritzsystem an Kraftstoffdichte und Zündcharakteristik anpassen
- Zündhilfe (z. B. kleine Dieselmenge) notwendig
- Gasförmige Kraftstoffe (Wasserstoff, LNG, LPG, Ammoniak) → Hochdruckeinspritzung erforderlich
- Materialanpassungen: Dichtungen, Leitungen, Pumpen und Verbrennungsräume müssen korrosions- und temperaturbeständig sein
Vorteile
- Nutzung bestehender Motoren mit Modifikationen möglich
- Ermöglicht Reduktion fossiler Brennstoffe durch alternative Kraftstoffe
- Potenzial für CO₂-Reduktion bei geeigneten Kraftstoffen
Einschränkungen
- Technische Anpassungen sind komplex und kostenintensiv
- Abgase variieren je nach eingesetztem Kraftstoff (z. B. NOₓ bei Ammoniak höher)
- Hochdrucksysteme und Materialanforderungen erhöhen Wartungsaufwand